Weißt du schon das Neueste, Internet?
Wie ich neulich in der Zeitung las, kämpfst du immerfort mit der immensen Informationsflut. Auch mir wird es langsam zuviel. Heute Morgen hatte ich wieder einen dieser unsäglich aussagekräftigen Newsletter im Briefkasten. Jedes Unternehmen in Deutschland meint heutzutage einen solchen Nachrichtenservice haben zu müssen. Newsletter verstopfen meinen Briefkasten, blockieren mein Fax oder brechen per e-Mail über mich herein.
Aufgrund meines kommunikativen Jobs werde ich ziemlich häufig beglückt. 10 bis 15 Newsletter kommen im Schnitt pro Woche zusammen. Wer soll das noch lesen, wer hat soviel Zeit?
Und dann der Inhalt, du glaubst es nicht! Da wird sich seitenweise selbst auf die Schulter geklopft und stolz in die Brust geworfen. Nabelschau ist Trumpf. Nur, wen interessiert das, wenn der Vertriebschef K. heuer 25 Jahre im Amt ist oder die Agentur XY letzten Monat einen Etat zur Vermarktung von linksdrehender Biohefe gewonnen hat? Mich nicht!
Nicht wenige dieser Newsletterianer haben überhaupt keine Themen parat, aber einen Veröffentlichungstermin am Hals. Also müssen schnell ein paar Inhalte her, egal wie. Entsprechend quillt die Belanglosigkeit aus jeder Zeile.
Aber ich will nicht ungerecht sein. Ab und zu kommt tatsächlich ein Newsletter ins Haus, in dem echte Nutzwerte stecken, so dass sich das Lesen lohnt. Aber das ist eher selten. Schätzungsweise rund 90% aller Newsletter, Rundbriefe, Kundeninfos, Hotnews, Exklusiv-Nachrichten und VIP-Letter sind völlig überflüssig.
Dem stimme ich zu - bin leidgeprüft und hasse Newsletter manchmal förmlich, weil ich sie doch lesen muss, um herauszufinden, ob nicht doch der e i n e Hinweis auf die e i n e wichtige Veranstaltung in ihnen versteckt ist.
Aha, auch Sie haben jetzt einen blog! :-)
Kommentiert von: HeiFisch | 30. November 05 um 09:54 Uhr