Da mich meine Konzeptjobs immer wieder tief in die Public Relations führen, war ich sofort neugierig, als der angehende DPRG-Präsident Ulrich Nies im Juni sein Weblog ankündigte. Der Titel „Presi al dente“ klang viel versprechend – und so habe ich den angebotenen Feed sofort abonniert.
Als ich gestern auf der Website des DPRG recherchierte, kam mir das präsidiale Weblog wieder in den Sinn. Merkwürdig, merkwürdig! Denn bis dato ist nicht ein einziger Beitrag bei mir angekommen. Was ist los? Ein Klick auf www.presi.al-dente.de klärt auf. Der gute Ulrich Nies hat seinen Blog voller Energie vom 20. Juni bis zum 5. Juli geführt. Danach war jäh und scheinbar für immer Funkstille.
In meinem Archiv fand ich ein Interview, das Nies kurz vor seiner Wahl im Juni dem PR-Blogger gegeben hat. Ich zitiere: “Nach der Wahl würde ich diesen Blog gerne weiterentwickelt zur direkten Kommunikation mit den Mitgliedern und der Branche nutzen. Wählen Sie mich und Sie werden es erleben.“
Klar, ich sehe ein, dass ein DPRG-Präsident jede Menge um die Ohren hat. Da bleibt wahrscheinlich keine Zeit zum Bloggen. Aber dann, bitte schön, soll er doch vorher den Mund nicht so voll nehmen. Oder er sollte zumindest den Blog schnell wieder aus dem Netz nehmen, anstatt ihn achtlos vor sich hin gammeln zu lassen.
Für einen Kommunikationsprofi sind solche Blogmanieren alles andere als ein Ruhmesblatt, mein lieber Herr Nies.
In der Universität fängt alles an: Laut einer Statistik klauen Juristen und Theologen die meisten Bücher. Mediziner ruinieren auf Feten und später im Beruf ihre Gesundheit und Geisteswissenschaftler kommen vor lauter Grübelei zu keiner (geistigen) Erkenntnis. Im Berufsleben später kriegen nicht alle unbedingt den Bogen raus.
Was haben sie gemeinsam? Sie wissen um ihre Kompetenz in einem Fachgebiet und treten es mit Füßen. Warum ist es dann so ungewöhnlich, dass Kommunikationsexperten nachlässsig mit Kommunikation umgehen?!
Kommentiert von: Frank Walzel | 23. November 05 um 19:57 Uhr
In der Universität fängt alles an: Laut einer Statistik klauen Juristen und Theologen die meisten Bücher. Mediziner ruinieren auf Feten und später im Beruf ihre Gesundheit und Geisteswissenschaftler kommen vor lauter Grübelei zu keiner (geistigen) Erkenntnis. Im Berufsleben später kriegen nicht alle unbedingt den Bogen raus.
Was haben sie gemeinsam? Sie wissen um ihre Kompetenz in einem Fachgebiet und treten es mit Füßen. Warum ist es dann so ungewöhnlich, dass Kommunikationsexperten nachlässsig mit Kommunikation umgehen?!
Kommentiert von: Frank Walzel | 23. November 05 um 19:58 Uhr