„Die klassische Agentur ist ein Auslaufmodell“, schreibt die Werbefachzeitschrift W & V in ihrer aktuellen Ausgabe auf Seite 3. Wie wahr! Wie wahr!
Viele Werbeagenturen machen beachtliche Teile ihres Geschäfts nicht mehr mit klassischer Werbung. Viele Public Relations-Agenturen machen beachtliche Teile ihres Geschäfts nicht mehr mit klassischen Public Relations. Viele Event-Agenturen machen beachtliche Teile ihres Geschäfts nicht mehr mit klassischen Events. Viele Direktmarketing-Agenturen machen beachtliche Teile ihres Geschäfts nicht mehr mit klassischem Direktmarketing.
Die Grenzen zwischen den traditionellen Disziplinen verschwimmen immer mehr. Alles wächst zusammen. Kluge Leute nennen es „Konvergenz“. Der Ganzheitlichkeit der Kommunikation gehört die Zukunft. Denn als Einheit gewinnt die Kommunikation wesentlich an Kraft. Immer mehr Agenturen und Unternehmen nutzen diese Dynamik und stellen sich neu auf.
Auch für mich als Konzeptioner ist das ein spannender Prozess. Meine Konzepte mit ganzheitlichem Radius bekommen eine größere Reichweite und wesentlich mehr Schlagkraft.
Nur eins will mir einfach nicht in den Kopf. Warum bleiben Werber, PR-Leute, Event-Macher und all die anderen in ihren Schützengräben, schanzen sich ein und gönnen den anderen keinen Zentimeter Boden? Warum werden die alten Insignien und Ikonen der einzelnen Zünfte weiterhin trotzig hoch gehalten? Warum verbreitet man immer noch die inzwischen überkommenen Lehren und Paradigmen - obwohl die Realität schon längst darüber hinweg gegangen ist?
Und glatt könnte man auf die Idee kommen, der klassische Konzeptioner macht beachtliche Teile seines Geschäfts nun mit Suchmaschinenoptimierung.
Kommentiert von: marketing-blog.biz | 16. Januar 06 um 17:05 Uhr