Ein Konzept lebt von guten Ideen! Nur ist es bei den Kommunikationskonzepten wie beim Kochen mit exotischen Gewürzen. Nur die richtige Prise entwickelt die nötige Raffinesse.
Leider, leider halten sich viele Konzepte nicht an dieses kluge Rezept. Sie werden vielmehr nach der derben Binsenweisheit „Viel hilft viel“ zusammengebraut. Sie sind über und über vollgestopft mit großen und kleinen Ideenschnipseln. Jedes Kapitel bietet neue Überraschungen. Seite für Seite blitzt mindestens ein Einfall auf. Nur, dass sich viele Ideen nicht mehr in die große Linie einfügen. Hinzu kommt, dass andere Ideen schlichtweg zweitklassig sind, man sich aber nicht von ihnen trennen mochte. Vielleicht wird ja aus zwei mittelmäßigen Ideen am Ende doch noch eine Gute? Außerdem: wer weiß schon, was dem Auftraggeber gefällt?
Das Resultat ist ein konzeptioneller Kessel Buntes, eine effektheischende Nummernrevue ohne innere Dichte. Reizvoll auf den ersten Blick, aber schon beim zweiten Hinsehen spürt man, das nicht viel dahinter steckt. Die bunte Kulisse der Ideen entpuppt sich als Tarnung für zu wenig planerische Substanz.
Nein Leute, so geht das nicht! Ein Konzept bedarf unbedingt der Disziplin der Ideen. Alle sind stimmig an der Gesamtstrategie ausgerichtet, alle folgen einem großen Leitmotiv und fügen sich nahtlos zu einem großen Ganzen zusammen. Gefragt ist das richtige Maß an der richtigen Stelle in der richtigen Kombination. Nur dann werden Ideen unschlagbar und wirken wahre Wunder.
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