Vorgestern kam es während eines endlosen Kundentermins zu folgendem kleinen Dialog.
Schmidbauer: „Wichtig für unser Projekt ist eine klare Positionierung. Wir müssen den Zielgruppen draußen sagen, wofür wir stehen, damit bei denen ein klares Bild im Kopf entsteht.“
Auftraggeber: „Tun Sie mir einen Gefallen und verschonen Sie mich mit einer Ihrer ausgefeilten Positionierungen. Da gibt es hinterher in der Geschäftsleitung nur wieder ewige Diskussionen. Da hängt sich jeder dran auf, sieht es ein bisschen anders und palavert endlos dazwischen.“
Schmidbauer: „Sie wollen, dass wir auf eine Positionierung verzichten?“
Auftraggeber: „Nein, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich weiß, dass wir eine Positionierung brauchen. Aber nehmen Sie doch einfach so ein paar allgemeine Adjektive, die immer stimmen und die jeder gut findet und mixen Sie daraus unsere Positionierung.“
Schmidbauer: „Äh, ich glaube, ich versteht nicht? Welche Adjektive meinen Sie?“
Auftraggeber: „Modern, zuverlässig, kompetent und flexibel zum Beispiel. Oder kundennah und servicestark. Auch international klingt gut. So in der Art. Solche Schlagworte finden bei uns alle prima. Bauen Sie die alle in ihre Positionierung rein und jeder im Haus ist zufrieden.
Schmidbauer: „Aber die Zielgruppen draußen….“
Auftraggeber: „Mal ehrlich, mir macht nur eine Zielgruppe Bauchschmerzen: unsere Chefetage oben.“
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