Heute kam ein neues Buch mit der Post. An rund einem dutzend Beispielen werden gelungene Kommunikationsprojekte aus dem letzten Jahr vorgestellt. Worüber ich gleich beim ersten Durchblättern gestolpert bin: Es präsentieren sich ausnahmslos bekannte Unternehmen mit aufwändigen Projekten und dicken Etats. Da posiert mal wieder der Hochadel der Kommunikationsbranche im Rampenlicht.
Wenn es nur dieses Buch wäre! Anfang des Jahres nahm ich an einer Tagung teil und auch dort waren die meisten „Best-Practise-Fallstudien“ aus den Sphären der „Oberen Tausend“. Desgleichen in den Fachzeitschriften. Da lese ich jede Woche die Hofberichterstattung von starken Markenartiklern und globalen Konzernen, die mit großem Abteilungsstab und gut bestückten Etats ihre Kommunikationsschlachten schlagen.
Nur was ist mit den Kleinen? Mit den „Unteren Hunderttausend“? Wo bleibt die Armee der PR-, Event- und Werbefachleute, die in kleinen und mittleren Unternehmen und Institutionen in überschaubaren Abteilungen oder sogar als Einzelkämpfer für die Kommunikation kämpfen. Ihre Projekte und Kampagnen, ihre Erfolge und Krisen kommen in Zeitschriften, Büchern und Vorträgen viel zuwenig vor. Schade eigentlich! Denn ich bin mir sicher, dass es auch an der Basis viele spannende Storys und faszinierende Ideen gäbe, die bemerkens- und berichtenswert wären.
Wahr gesprochen. Auch wir "Kleinen" sind groß, denn wir kämpfen um Kommunikationslinien, Kampagnenziele oder Spotkonzeptionen oft mit so wenig Etat, daß der Erfolg doppelt zählt.
Kommentiert von: Bob | 19. April 06 um 07:28 Uhr