Mal ehrlich, kennen Sie den Unterschied zwischen einem Konzept und einer Konzeption? Oje, jetzt habe ich Sie auf dem falschen Fuß erwischt. Aber Sie wissen sich zu helfen. Sie entschließen sich, bei Wikipedia nachzuforschen. Tun Sie das nicht! Da steht es falsch. Dann blättern Sie eben im guten alten Brockhaus nach. Wieder Pech gehabt! Denn auch deren Definition bringt den semantischen Knoten nicht zum Platzen.
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Konzeption und Konzept tatsächlich in aller Regel synonym verwendet. Selbst bei Insidern herrscht eine bemerkenswerte Begriffsverwirrung. Aber dennoch: Es gibt ihn, den kleinen, aber entscheidenden Unterschied.
Das Konzept ist ein fixierter Plan. Es verbindet vorhandene Erfahrungswerte und neue Ideen zu einem programmatischen Handlungsrahmen. Das Konzept kann als Papier, als Präsentation oder auch nur als gemeinsames Gedankengut in den Köpfen der Beteiligten existieren.
Der Begriff Konzeption hat zwei semantische Bedeutungen. Erstens. Die Konzeption ist ein fließender Prozess. Sie umfasst die gesamte konzeptionelle Arbeitsphase – im Gegensatz zur Organisations- oder zur Realisierungsphase. Zweitens. Unter „Konzeption“ versteht man ebenfalls die alles prägende Leitidee eines Plans. Beispielsweise bemängeln die Kommentatoren der einschlägigen Medien gern, dass in der Gesundheitsreform keinerlei Konzeption stecke.
Und wo wir gerade dabei sind. Es gibt folglich auch einen Unterschied zwischen einem Konzeptioner und einem Konzepter. Der Konzepter entwickelt das notwendige konzeptionelle Planungspapier - und damit Schluss. Der Konzeptioner begleitet das Projekt in der gesamten Konzeptionsphase und darüber hinaus - quasi als Anwalt der konzeptionellen Linie.
eine sehr gute und einfach zu verstehende erklärung der differenz dieser 2 doch im alltäglichen sprachgebrauch stark vermischten ausdrücke.
Kommentiert von: Jason Maurer | 14. Januar 10 um 17:17 Uhr