Geschafft! Die Schlacht ist geschlagen! In den letzten Wochen vor Weihnachten fragten ständig Unternehmen und Institutionen bei mir an und beauftragten auf die Schnelle ein Jahreskonzept für 2007. Die Konzepte duldeten keinen Aufschub und die Rechnung musste unbedingt noch im Jahr 2006 verbucht werden. So kam es, dass ich mehrere Wochen bis zum Hals in Arbeit versank. Meine Familie bekam mich selten zu Gesicht und erst am Tag vor Weihnachten kehrte Ruhe ein.
Auch heute noch scheuen manche Kommunikations- und Werbeabteilungen jedes Risiko und drücken zum Jahreswechsel lediglich die Repeat-Taste, um die Kommunikationsroutinen der Vorperiode wie gehabt abzuspulen. Erfreulicherweise aber wächst die Zahl derer, die sich mit Konzept weiterentwickeln wollen, um ihren Vorsprung im Kommunikationswettbewerb zu sichern. Und so kommt es, dass die Institution des Jahreskonzeptes immer mehr an Einfluss gewinnt und mich alljährlich zum Jahresendspurt regelrecht überrennt.
Die ersten Konzeptanfragen laufen meist schon im September ein. Wer einen Kurswechsel oder eine Offensive vorbereitet, tut gut dran, mit langem Vorlauf zu planen. Ende November rollt dann die eigentliche Konzeptwelle und hält bis kurz vor Weihnachten an. Die letzten Schlusslichter melden sich erfahrungsgemäß erst im April oder Mai. Aus dem Jahreskonzept wird dann zwar nur noch ein abgespecktes Halbjahreskonzept, aber besser spät, als gar nicht.
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