Kommunikationskonzepte brauchen ganz am Ende eine „Anhängerkupplung“. Das ist ein letztes Kapitel, das die konzeptionelle Strategie fest mit den anstehenden Schritten der Realisierung verbindet. Das Konzeptkapitel kann „Weitere Vorgehensweise“ oder „Die nächsten Schritte“ heißen. Es legt konkret fest, wie die Handlung anzustoßen und die Dinge in Bewegung zu bringen sind. Es schafft die Voraussetzung, damit „Nägel mit Köpfe“ gemacht werden können.
Die Bedeutung dieses Kapitels ist nicht zu unterschätzen. Fehlt die Kupplung zur Realität, dann ist nicht selten ein hässliches Phänomen zu beobachten: Das Konzept wird präsentiert, es kommt gut an, alle Beteiligten verkünden, dass sie es genauso so machen wollen, doch nichts passiert. Stillstand! Das Konzept gerät im Stress der Alltagszwänge in die unterste Schublade. Es wird vergessen und verdrängt. „Wir hatten soviel um die Ohren, da ist Ihr Konzept leider liegengeblieben.“, lautet die passende Entschuldigung dazu.
Die „Nächsten Schritte“ zum Schluss des Konzepts können da Abhilfe schaffen. Weil sie Punkt für Punkt beschreiben, was als Nächstes zu tun ist, wer für die Taten verantwortlich zeichnet und wie die anstehenden Termine liegen, kommen die Beteiligten in Zugzwang. Haben sie die „Nächsten Schritte“ abgenickt, dann entwickelt die Umsetzung eine gewisse Anschubdynamik. Das Abschieben in die unterste Schublade fällt schwerer.
Oft hilft dieser Zugzwang, aber nicht immer. Letztes Jahr im Sommer bekam ich den Anruf eines verloren geglaubten Kunden. Er erklärte sein Anliegen: „Sie haben da vor gut zwei Jahren ein Konzept für uns geschrieben. Ein brauchbares Papier! Nach der Sommerpause wollen wir es endlich umsetzen.“-
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