Draußen regnet es in Strömen. Ich sitze am Schreibtisch und arbeite mich Schritt für Schritt durch meine Konzeption. In drei Tagen will ich fertig sein und es bleibt noch einiges zu tun.
Während der gesamten Zeit liegt oben rechts am Rand des Schreibtischgeschehens ein großer Block mit viel weißer Freifläche. Auf diesen Block notiere ich alles, was mir zwischendurch so einfällt, aber nicht direkt mit dem konzeptionellen Arbeitsschritt zu tun hat, an dem ich gerade tüftele.
Und mir schießt alle paar Minuten eine Idee durch den Kopf. Welcher Slogan passen würde. Wie ich das mit dem Messestand in Griff bekommen könnte. Wann ich die Kampagne starte. Das sind alles Denkansätze, für die es zurzeit (ich stecke mitten in der Analyse) eigentlich noch viel zu früh ist.
Wenn ich die Ideenschnipsel aber nicht gleich zu Papier bringe, dann sind sie fünf Minuten später vergessen und für immer verloren. Wenn ich sie dagegen kurzerhand aufs Blatt kritzele, dann können sie später noch wertvolle Dienste leisten. Manchmal, wenn ich mitten in einem kreativen Schub stecke, dann nehme ich den großen weißen Block sogar mit aufs Klo, um nur ja keine Eingebung zu verlieren.
Im Laufe der Stunden kommen so dutzende von Notizen aufs Papier. Mein Ideenspeicher füllt sich mit lauter kleinen und großen Geistesblitzen. Doch, doch, der Block auf meinem Schreibtisch ist immer dabei. Er hilft mir ganz enorm, meine konzeptionelle Energie effizient zu nutzen.
Dem kann ich mich nur anschließen. So ein Block ist meiner Meinung nach übrigens nicht nur für kreative Gedanken praktisch, sondern auch für ganz alltägliches... alles halt, worauf man keine mentale Energie verwenden will, um es aktiv zu behalten.
(Darüber habe ich auch schonmal einen Mini-Artikel geschrieben: http://www.kreativrauschen.de/blog/2006/08/14/unser-gehirn-braucht-eine-auslagerungsdatei/ )
Kommentiert von: Flo | 04. September 07 um 14:33 Uhr
Außerhalb der Schreibtischgrenzen habe ich ein Notizbuch, das ich überall mit mir rumschleppe und alles eintrage, was mir einfällt oder was mir bemerkenswert erscheint. Aus dem Buch kommen viele wertvolle Hinweise für meine Arbeit.Das Buch ist wie ein unaufgeräumter Dachboden mit tausend Erinnerungen. Ich stöbere durch die Seiten und mache Entdeckungen.
Kommentiert von: Klaus Schmidbauer | 04. September 07 um 18:13 Uhr