„Unter 5% der Pressemitteilungen, die bei uns in der Redaktion eingehen, finden Verwendung. Der ganze Rest landet im Papierkorb.“ Das berichtet der Redakteur einer angesehenen deutschen Tageszeitung.
Die Veröffentlichungsquoten der klassischen Pressearbeit sinken und sinken. Ist es der Fluch der PR-Leute, für den Papierkorb zu arbeiten? Was lässt sich gegen diesen Niedergang tun? Ganz einfach! Mein guter Rat lautet: „Weniger Pressemitteilungen schreiben!“
Denn mal ehrlich, mir flattert mehrmals die Woche eine dieser Mitteilungen auf den Schreibtisch und gut die Hälfte davon ist schlichtweg überflüssig. Entweder hat das Thema so wenig Nachrichtenwert, dass sich kein Schwein, geschweige denn ein Journalist, dafür interessiert. Oder es liegt am Text, der nach der Hälfte der Zeilenzahl immer noch nicht gezündet und keinen Funken Interesse in meinem Kopf erzeugt hat.
Die Devise „Schreib´ die Hälfte!“ entlastet die geplagten Papierkörbe in den Redaktionen und führt gleichzeitig zu einem Erfolgserlebnis für die Presseleute in den Unternehmen: Endlich würden die Veröffentlichungschancen für Pressemitteilungen wieder steil ansteigen.
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