Geschafft, das Briefing steht. Der Auftraggeber hat mich auf Schiene gesetzt und mir alle notwendigen Fakten für das Konzept mit auf den Weg gegeben. Trotzdem lege ich jetzt nicht einfach los. Ich bleibe misstrauisch. Könnte sein, mein Auftraggeber hat mir nicht alles gesagt oder er hat die Tatsachen doch allzu sehr zugunsten seines Unternehmens ausgelegt. Nein, es ist besser, ich überprüfe, ergänze und vertiefe das Briefing. Deshalb wird mein nächster Arbeitsschritt eine gründliche Recherche sein. Ich schaue mich draußen im Umfeld um und sammle weitere Informationen.
Der erste Rechercheweg führt mich normalerweise ins Internet. Es ist schon erstaunlich, wie viele Daten, Fakten und Hintergründe man da in kurzer Zeit heraussaugen kann. Selbst, wenn ich nur wenige Stunden für mein Konzept habe, eine kurze Recherche im Netz ist allemal drin. Und die Ergebnisse helfen, das analytische Fundament des Konzepts zu festigen.
Zuweilen entsinne ich mich in einer stillen Minute, wie das war zu jener Zeit, als es noch nicht die unbegrenzten Recherchemöglichkeiten des Internets gab. Ja, ich kann mich noch dunkel erinnern. Es muss in analoger Vorzeit Ende der 80ziger bis Mitte der 90ziger Jahre gewesen sein. Da brauchte ich für Recherchen, die ich heute in 3 Stunden auf die Beine stelle, noch 3 Wochen Geduld. Man musste herumtelefonieren, in Bibliotheken suchen, Infomaterial per Post anfordern, auf Antwort warten – das alles dauerte seine Zeit. Und musste es mal schnell gehen, dann fiel die Recherche notgedrungen unter den Tisch, das war nicht zu ändern.
Aber die Zeiten sind vorbei. Heute kundschafte ich fast jeden Tag im Netz herum. Das Internet spart mir Zeit und gibt den Konzepten mehr Konsistenz. Was soll ich sagen? Ich sage: Danke, Internet!
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