Zwischen den Jahren sitze ich viel auf dem Sofa, trinke Tee und schmökere in einem Buch, das Weihnachten auf meinem Gabentisch lag. „Romantik – eine deutsche Affäre“ heißt das Werk und laut Spiegel gehört es momentan zu den Bestsellern.
Eine der zentralen Passagen des Buches ist ein Zitat von Novalis: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“
Dieser Satz klingt lange nach und ein Gedanke drängt sich mir auf. In diesem Sinne sind wir Werbeleute die Romantiker der Neuzeit, denke ich. Denn was tun wir anders, als mit unseren Worten und Bildern die Wirklichkeit zu überhöhen. Wir laden banale Produkte mit hohem Sinn auf, geben ihnen ein geheimnisvolles Ansehn und die Würde des Unbekannten.
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