Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, plant der Weihnachtsmann nach eingehender Strategieberatung durch ein internationales Consulting-Unternehmen, das Weihnachtsfest weitgehend zu professionalisieren. Als zentrale Maßnahme wird über die baldige Einführung eines Copyrights für den Begriff Weihnachten und die Symbolfigur des Weihnachtsmannes nachgedacht. „Wir wollen aus Weihnachten eine starke Marke machen“, heißt es dazu aus dem Umfeld des Weihnachtsmannes. Die rein private Nutzung von Weihnachten soll weiterhin kostenfrei bleiben. Für jegliche Art von gewerblicher Nutzung dürften in naher Zukunft teure Lizenzgebühren fällig werden. Zusätzlich soll großen Markenartikelunternehmen die Option geboten werden, einen Nutzungsvertrag als „exklusiver Partner des Weihnachtsmannes“ abzuschließen. Nicht namentlich genannte Experten rechnen mit jährlichen Lizenzeinnahmen in mehrstelliger Milliardenhöhe. Zurzeit wird ein Pool von Rechtsanwälten engagiert, um die Einhaltung der Lizenzbestimmungen zu überwachen. Eine erste massive Abmahnwelle schon in der nächsten Adventszeit kann nicht ausgeschlossen werden.
Um das Management der Urheberrechte effizient steuern zu können, ist die Gründung einer Corporate Christmas Holding mit Sitz im Brandenburgischen Himmelpfort in Vorbereitung. Sogar ein baldiger Börsengang wird nicht ausgeschlossen. Wie zu erwarten, reagierte die Frankfurter Börse auf diese Aussichten ausgesprochen euphorisch. Die Kurse zogen gestern kräftig an. Ein großes Nachrichtenmagazin spekuliert daraufhin in seiner heutigen Online-Ausgabe, dass der Weihnachtsmann höchstwahrscheinlich schon zum Ende des Jahrzehnts Sergey Brin, Larry Page und Bill Gates auf der Liste der reichsten Männer überholt haben dürfte.
In Finnland ist ihr ironisch geschriebener Text schon Realität…
http://www.santaclausplaza.com/service.cntum?pageId=107433
Viele Gruesse aus Helsinki!
Kommentiert von: Tobias Wacker | 17. Dezember 07 um 15:57 Uhr