Telefonprotokoll: 19. Mai 2008, 14:46 Anruf bei Klaus Schmidbauer
Schmidbauer erklärt, er könne Expertengespräche als Instrumente der konzeptionellen Recherche nur empfehlen. Falls die Briefinginformationen des Auftraggebers fette Lücken hätten und auch über die Sekundärrecherche im Internet kein klarer Sachstand zu bekommen sei, fehle dem Konzeptioner oft das nötige Fingerspitzengefühl für seinen Fall - und das sei gefährlich. Dann solle man nicht zögern und durch ein kurzes Telefongespräch mit einem Insider für den nötigen Erkenntnisschub sorgen.
Über eine Internetrecherche würde man mühelos auf die Namen der relevanten Experten stoßen. Auch die Telefonnummer ließe sich fast immer im Netz finden. Man müsse also nur beherzt anrufen, kurz die Situation erläutern und um kompetente Auskunft bitten. Bisweilen bekäme man zu hören, dass es gerade ungünstig sei und man zu einem späteren Zeitpunkt wieder anrufen solle, aber eine sachdienliche Auskunft sei einem am Ende fast sicher.
Die Expertengespräche würden übrigens nicht nur helfen, in den Fingerspitzen des Konzeptioners das nötige Gefühl zu erzeugen. Es steigere auch die Überzeugungskraft des Konzeptpapiers, denn der Auftraggeber könne erkennen, dass man sich richtig ins Thema „reingekniet“ habe.
Deshalb mache es auf jeden Fall auch Sinn, den Inhalt des Gesprächs in einem Telefonprotokoll zu erfassen und das Protokoll in den Anhang seines Konzepts zu bringen, meint Schmidbauer.
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