Weniger Ziele erreichen mehr.
Sehr geehrte Frau K.
Ich will mich ja nicht einmischen, aber ich würde Ihnen empfehlen, das Zielbündel in Ihrem Konzept noch einmal erheblich auszudünnen. Ich bestreite nicht, dass es eine tolle Leistung ist, dass Sie immerhin 19 einzelne Kommunikationsziele in eine logische Formation gebracht haben. Das zeugt von strategischer Gründlichkeit. Der Professor an der Hochschule wäre zufrieden mit Ihnen. Aber nicht Ihr Kunde im Unternehmen.
In der Konzeptionspraxis erreichen Sie wesentlich mehr, wenn Sie die Kommunikationsziele auf das Wesentliche konzentrieren. Meiner Erfahrung nach muss die Zahl der Ziele auf jeden Fall im einstelligen Bereich bleiben. Denn Ihr Kunde, der die Ziele am Ende in die Kommunikationsrealität übersetzt, darf keinesfalls den Überblick verlieren. Die Ziele müssen ihm Mut machen: „Das kriegen wir hin!“ Er muss sich mit den Zielen identifizieren: „Das nehmen wir uns wirklich zu Herzen!“ Auch darf er sie in den nächsten Monaten nie mehr aus den Augen verlieren. Das alles klappt nur, wenn Ihr Zielsystem handlich, kompakt und kraftvoll ist. Oder anders ausgedrückt: Gute Kommunikationsziele sind Leitsterne. Keine Labyrinthe.
Ich hoffe, Sie nehmen mir diese kleine Einmischung in Ihr Konzept nicht übel.
Hochachtungsvoll. Klaus Schmidbauer

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