Ich brüte gerade über das „Key Visual“ für eine Kampagne, die im Herbst reüssieren soll. „Key Visual“ heißt auf gut deutsch „Schlüsselbild“. Wenn es mir gelingt, die Kernaussagen der Kampagne mit einem geeigneten Bild zu verschmelzen, dann dürfte, so sagt mir meine Erfahrung, die Kampagne auf die Überholspur einschwenken. Die Erfolgsquote von Aufmerken, Lernen und Erinnern steigt durch visuelle Prägung steil an. Selbstredend muss dieses eine Bild entsprechende Qualitäten haben:
· Das Bild passt als Sinnbild zur Botschaft. Falsche oder schiefe Assoziationen sind auf jeden Fall zu vermeiden.
· Das Bild transportiert eine Idee. Es darf keinesfalls generisch oder stereotyp daherkommen.
· Das Bild ist schnell erfassbar und durchschaubar. Komplexe Bildkompositionen, und mögen sie auch noch so schön sein, eignen sich in aller Regel nicht als Key Visual.
Das Key Visual wird zum Erkennungszeichen. Es prägt das Bild der gesamten Kampagne und taucht auf allen Mitteln und Maßnahmen wieder auf. Es ist sozusagen die „sinnlich fassbare Codierung“ für die zentralen Kommunikationsaussagen. Vor allem bei kleinen und mittleren Etats empfiehlt es sich dringend, auf bunte Bilderreigen zu verzichten und an der vordersten Front der Kommunikation nur mit einem einzigen Bild zu arbeiten: dem Schlüsselbild.
Aber leichter gesagt, als getan. Irgendwie ist es heute wie verhext, ich kann den richtigen Schlüssel nicht finden. Auf meinem Notizblock stehen schon ein paar nette Bildideen, aber keine passt ins Schloss.
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