Kaum aus dem Sommerurlaub zurück, entdeckte ich, dass mir zwischenzeitlich ein Stöckchen zugeworfen wurde. Marc Stoecker vom „Unfiltered“-Blog gab mir die Frage weiter: „Was bringen Marketing-Blogs?“ Das Stöckchen kommt ursprünglich vom „Marketingblogger“ Michael van Laar. Und was sagt das Konzeptionerblog dazu? Äääh, nun ja …
Seit wann gibt es dein Blog?
Das Konzeptionerblog ist vor einigen Tagen drei Jahre alt geworden. Ich kann es nicht fassen: So alt schon? Mir kommt es vor, als hätte ich erst letzte Woche angefangen.
Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?
Ich bin Konzeptioner für strategische Kommunikation (Werbung, PR, Online, Event – alles zusammen). Das mache ich jetzt seit gut 21 Jahren - und es ist so ziemlich das Einzige, was ich richtig kann. Also dachte ich mir eines Tages: „Warum schreibst du nicht auf, was dir in deinem Konzeptionerleben so alles passiert? Vielleicht können ja die Leute, die neu im Kommunikationsmetier sind, mit deinen Erfahrungen etwas anfangen.
Hinzu kam, dass ich als Konzeptioner zwar von früh bis spät schrieb und schrieb, aber dabei immer in ein enges inhaltliches und formales Korsett gezwängt wurde. Das Konzeptionerblog gab mir die Möglichkeit, endlich frei nach Schnauze zu schreiben.
Welchen Zweck hat das Blog?
Kommunikationskampagnen und -aktionen werden heute überwiegend mit Bauchgefühlen, Erfahrungswerten und aktionistischen Adrenalinstößen angeschoben. Gründlich durchdachte Konzepte sind eher selten. Das Konzeptionerblog bezweckt ein Umdenken. Es will die Leute zur Einsicht führen, dass man bei komplexen Kommunikationsproblemen mit analytischer Sorgfalt und strategischem Weitblick wesentlich weiter kommt. Mein Blog ist quasi ein Marketing-Blog für das Konzept.
Was hat das Blog bisher gebracht?
Laut Statistik komme ich auf durchschnittlich 30 – 40 Visits pro Tag. Das ist wahrlich nicht viel, aber ich bin zufrieden. Ich würde auch was ganz anderes als meinen größten Erfolg sehen: Das Blog positioniert mich besser am Markt. Ich werde von meinen Kunden zunehmend als „der strategischer Kommunikationskonzeptioner, der auch Ahnung von Internet und Web 2.0 hat“ gesehen. Um es im Sinne des Marketings auszudrücken: Das Konzeptionerblog hat mir eine gewisse Alleinstellung gesichert.
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