Jahrzehntelang wurden alle Wirtschaftsleute auf die Spur des rational abwägenden Nutzenoptimierers gesetzt - und damit völlig in die Irre geschickt. Heute wissen wir es besser. Der Mensch ist ein emotionales und soziales Wesen getrieben von unbändiger Neugierde und immer auf der Suche nach Belohnung. Neulich las ich in einem schlauen Buch: „Der Mensch wird vom limbischen System angetrieben, das ab und zu mal die Großhirnrinde um Rat fragt.“ Doch, doch, da ist was dran. Weil ich mehr darüber wissen will, beobachte ich seit einiger Zeit mehrere spezielle Weblogs zum weiten Feld des Neuromarketings:
· www.neuromarket.wordpress.com
· www.neurosciencemarketing.com/blog
· www.neuromarketing.blogs.com
Seit Vance Packard („Die geheimen Verführer“, Erstauflage 1958) wird die Werbung gerne in die Schublade der Manipulation gesteckt. Mit der Diskussion über die Chancen und Risiken des Neuromarketings gewinnt diese Diskussion erheblich an Brisanz. Ich persönlich halte die Risiken für beherrschbar. Ich glaube an eine intuitive Immunität der Konsumenten und habe zugleich die Hoffnung, dass wir durch die Erkenntnisse der Gehirnforschung mittelfristig das undifferenzierte, nervtötende Werbegetrommel auf ein erträgliches Maß dämpfen können, weil wir lernen feinfühliger und individueller auf unsere Zielgruppen einzugehen.
Kommentare
Hallo Herr Schmidbauer,
zunächst mal ein großes Lob an Ihren interessanten und wirklich sehr lesenswerten Blog.
Ich werde Sie gleich in meine Linkliste aufnehmen.
Außerdem wollte ich mich noch bedanken, dass mein Blog in Ihren Artikel Einzug erhalten hat. Das ist sehr schön zu sehen. Ich hoffe Sie haben den ein oder anderen interessanten Artikel für sich entdeckt?
Viele Grüße,
Alexander Grosch!
Kommentiert von: alexander grosch | 03. Dezember 08 at 15:36 Uhr