Das Kommunikationskonzept greift auf eine ganze Reihe von methodischen Regeln zurück. Die Regeln geben Halt und stellen sicher, dass man beim konzeptionellen Arbeiten nicht ins Schlingern gerät und vom Kurs abkommt. Ich orientiere mich an den Regeln, aber halte mich nicht sklavisch daran. Denn wer sein Konzept nur stur nach dem methodischen Regelwerk konstruiert, bekäme zwar in einer Prüfung an der Hochschule ein gutes Ergebnis, aber hätte in der Praxis nicht unbedingt ein funktionierendes Konzept. Die Methodik ist nur ein Element eines gelungenen Konzepts, es gehören immer auch Intuition, Erfahrung und Kreativität dazu. Die richtige Mischung macht´s. Nehmen wir die beliebte SWOT-Analyse. Die gängige Regel fordert, dass die vier Felder - Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken - die Ist-Situation hier und heute beleuchten. Die Regel ist richtig, aber es gibt Ausnahmen. Neulich habe ich für ein Produkt, das erst im Mai 2009 auf den Markt kommen soll und bisher nur als Studie existiert, eine SWOT in die Zukunft transponiert. Auf der Stärken- und Schwächen-Seite wurden die voraussichtlichen Produkteigenschaften entworfen. Die Chancen und Risiken prognostizierten die voraussichtliche Konstellation für den kommenden Mai draußen im Umfeld. Der Blick in die Zukunft hat Sinn gemacht und mein Konzept erheblich weitergebracht. Meine Regel lautet: Konzeptionsregeln sind keine Mauern, sondern Hilfslinien, die man überschreiten darf, wenn es der Problemlösung dienlich ist!
Kommentare