Nicht selten erklärt mir ein Auftraggeber, dass er noch nicht dazu gekommen wäre, mein Konzept zu lesen. Es täte ihm leid, aber die Zeit liefe ihm davon.
Das hat was mit der Informationsschwemme zu tun, die alle Schreibtische weltweit überflutet. Wer versucht, die Menge der Informationen, die auf seinem Tisch landen, zu verarbeiten, der kommt nicht mehr dazu, Entscheidungen zu treffen und die Dinge voranzutreiben. Um sich zu retten, werden immer mehr Informationen bewusst ausgeblendet. Und die Flut steigt weiter, kein Land in Sicht.
Ich habe mir deshalb in letzter Zeit angewöhnt, für wichtige Konzepte ein sogenanntes „Management Summary“ zu verfassen. Die tragenden Pfeiler der Kommunikationsstrategie werden kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Die Wahrnehmungschancen meiner Konzepte sind dadurch drastisch gestiegen. Einige meiner Auftraggeber bestehen inzwischen ausdrücklich auf der kurzen Version.
Wer allerdings meint, so ein Summary sei schnell zu Papier gebracht, der irrt. Das radikale Abspecken ist eine Qual. In epischer Breite schreibt es sich viel schneller, als in aller Kürze. Man siebt und glättet, kämpft um jeden konzeptionellen Gedanken, teilweise um jedes Wort. Hier noch eine Ecke weg, da noch ein Quäntchen mehr Klarheit. Es dauert, bis so ein Management Summary rundgefeilt ist.
Für eines meiner Seminare habe ich im letzten Jahr ein Skript zum Management Summary entwickelt. Auf drei Seiten werden praktische Ratschläge und Regeln zusammengefasst. Heute stelle ich dieses Skript zum freien Download auf meine Website.
Danke für das Lob! Ich bin der Überzeugung, dass Wissen fließen sollte. Deshalb habe ich alle wichtigen Skripte meiner Seminare und Vorlesungen auf meiner Website online gestellt.Kommentare
Klaus Schmidbauer
Hallo Herr Schmidbauer,
lese schon seit einiger Zeit sporadisch gerne auf Ihrem Blog mit - und habe durch diesen Hinweis eben Ihre umfassenden Tipps auf Ihrer Website entdeckt. Super Sache! Darum habe ich direkt bei uns im Blog darauf hingewiesen.
Viele Grüße
Gitte Härter
Kommentiert von: Gitte Härter | 27. Januar 09 at 12:18 Uhr