Die analytische Arbeit als Grundlage für das Konzept ist getan. Ich habe mich schlaugemacht und kenne den Stand der Dinge. Als Nächstes werde ich den Weg in Richtung Strategie einschlagen. Der Weg führt von den IST-Einsichten direkt zu den SOLL-Entscheidungen. Bevor ich aufbreche, halte ich allerdings kurz inne, nehme die ursprünglich vom Auftraggeber gestellte Aufgabe, halte sie gegen das Profil der Ist-Situation und frage mich: Ist diese Aufgabenstellung realistisch? Aufgrund meiner sorgfältigen Analysearbeit habe ich genügend Faktenwissen parat, um ein Urteil treffen zu können. In den allermeisten Fällen erscheint die Aufgabe machbar. Nur zuweilen widersprechen die Verhältnisse eklatant den Wünschen des Auftraggebers. Die Aufgabe liegt im Bereich des Unmöglichen. Was ist zu tun? ¨ Ich marschiere sehenden Auges in die vom Auftraggeber vorgegebene Richtung, denn seine Aufgabe ist mir Befehl. þ Ich ändere und konkretisiere die ursprüngliche Aufgabenstellung, um realistische Erfolgschancen zu haben. Ja, doch, unbedingt, der Konzeptioner ist berechtigt, sogar verpflichtet, wirklichkeitsfremde Aufgaben zu korrigieren. Er ist nicht der ausführende Befehlsempfänger seines Auftraggebers, sondern der vorausdenkende Lotse. Ganz am Schluss der Analyse, an der Kreuzung zur Strategie ist der richtige Zeitpunkt, um die geänderte Aufgabenstellung zu konstatieren. Die notwendige Anpassung darf ich natürlich nicht eigenmächtig beschließen, da wäre Ärger vorprogrammiert. Ich rufe zur Sicherheit den Auftraggeber an, schildere die problematische Lage, präzisiere die Aufgabe und hole mir grünes Licht. Danach geht es ab in die Strategie.
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