„Ein Kommunikationsziel muss stets den Zielerreichungszustand beschreiben.“ – „Ausnahmslos jede Positionierung braucht eine Alleinstellung.“ – „Medien sind immer Mittler.“ – „Ein Kommunikationsziel ist unbedingt zu substantivieren.“ Wenn es um die Methoden des Kommunikationskonzepts geht, kursieren jede Menge Regeln. Gute und wenige Gute, Nützliche und völlig Unnütze. Damit kann ich leben. Schlimm wird es nur, wenn diese Regeln zu Dogmen erklärt werden. Wenn methodische Faustregeln als unverrückbare Doktrin verkauft werden. Keine Widerrede! Das ist so, basta!
Ich widerspreche und sage: Es gibt keine Dogmen in der Konzeptionsmethodik, außer dem Dogma, dass es keine Dogmen gibt. Institutionelle Kommunikation ist keine exakte Wissenschaft, Konzeptionslehre hat nichts mit Physik zu tun. Kommunikation ist verflucht komplex und steckt voller Überraschungen, und weil das so ist, beinhaltet die Konzeptionsmethodik keine in Stein gehauenen Gesetzmäßigkeiten, sondern Hilfslinien, die im komplexen Kommunikationskonzept für eine gewisse Orientierung sorgen.
Die Konzeptionsmethodik ermöglicht Relation und Richtung. Sie hilft, dass man in der immerwährenden Kommunikationsflut nicht völlig vom Kurs abkommt. Sie ersetzt aber nicht das eigenständige Denken und Entscheiden, die eigene Intuition und Kreativität. Wer nur folgsam vorgegebene methodische Regeln abarbeitet, der läuft Gefahr, mit seinem Konzept sang-und klanglos unterzugehen.
Kommentare