Vor einigen Wochen erklärte ich mich bereit, einen Vortrag über Kommunikation im Allgemeinen und Konzeption im Speziellen zu halten. Im Tagungsprogramm wurde daraufhin ein Vortrag über Kommunikationsplanung angekündigt. Auf meinen Protest reagierte der Veranstalter überrascht. Das sei doch so ziemlich das Gleiche. Ich solle doch nicht so kleinlich sein.
Mit dem heutigen Blogbeitrag will ich ein für alle Mal klarstellen, dass Kommunikationskonzeption und Kommunikationsplanung nicht gehopst wie gesprungen sind. Konzeption und Planung arbeiten zwar Hand in Hand, man könnte sogar sagen, dass die Konzeption der richtungsweisende Einstieg in die Planung ist. Aber die beiden Begriffe sind keinesfalls synonym zu gebrauchen.
Die Kommunikationskonzeption entwirft mit Weitblick eine „kommunikationspolitische Problemlösung“. Die Kommunikationsplanung arbeitet mit sicherem Blick für die Details den operativen Plan zur Realisierung aus. Bei der Konzeption entsteht auf Basis einer gründlichen Analyse die große strategische Linie. In der anschließenden Planung konkretisiert man die vielen notwendigen Einzelschritte entlang dieser Linie. Ein gutes Konzept ist ein kurzes, knackiges Papier. Zur Kommunikationsplanung gehören solide ausgearbeitete Projektpläne, Themenpläne, Zeitpläne, Etatpläne, Einsatzpläne, Schnittstellenpläne, Evaluierungspläne und manches mehr. Da kommt so einiges zusammen.
In den Agenturen gilt die Kommunikationskonzeption als die kreative Kür. Mit der Kommunikationsplanung beginnt danach der Ernst des Agenturlebens. Gründliche Fleißarbeit ist angesagt. In der Planungsphase zeigt sich auch schnell, ob das zu Grunde liegende Konzept etwas taugt. Kann es in der rauen Wirklichkeit von Planung und Umsetzung bestehen und Orientierung bieten? Oder lassen die Beteiligten das Konzept ganz diskret in der nächstbesten Schublade verschwinden, weil es nur eine mißratene Kopfgeburt ohne Hand und Fuß ist?
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