Mannomann, da habe ich aber einen dicken Hals bekommen. Kaum war mein letzter Blogbeitrag zu Telekom und Handy unter Dach und Fach, da lag ein Mailing der Telekom für Handys in meinem Briefkasten. Und was für eines! Irgendwie müssen die spitz gekriegt haben, dass auch ich seit einiger Zeit zur Zielgruppe 50 plus gehöre. Das ist bekanntlich die neue Superzielgruppe, die immer größer und größer wird und mehr Geld als alle anderen zum Ausgeben hat. Das weiß inzwischen schon jeder Azubi im ersten Lehrjahr Marketing- und Werbe-kaufmann.
.„Exklusiv für Sie, Klaus Schmidbauer!“ – Beim Versuch meinen Nerv zu treffen, geht dieses Mailing in Magenta gehörig auf den Nerv. Auf mehreren Seiten fallen mir lauter graumelierte ältere Herrschaften ins Auge, gewollt auf dynamisch getrimmt und notorisch gut gelaunt. Der Mailingtext macht mir klar, dass es nun endlich auch für mich an der Zeit wäre, mich einzureihen und mir ein Handy anzuschaffen. Und da man wüsste, dass ich als Einsteiger ein Handy ohne Schnickschnack bevorzugen würde, habe man speziell für mich ein Modell mit extragroßen Tasten und gut lesbarer Schrift ins Angebot genommen. Dazu eine praktische Notruffunktion, falls ich beim Lesen des Mailings vor lauter Ärger einen Herzinfarkt bekommen sollte. Aber damit nicht genug, man lädt mich überdies zu einem kostenlosen Handykurs ein, damit auch ich endlich begreife, wie so ein Handy funktioniert. Unterstützt wird das Angebot übrigens von einem Netzwerk für seniorengerechte Kommunikationsangebote. Wie bitte? Geht´s noch?
Der differenzierten Ansprache von Zielgruppen gehört die Zukunft, und das gilt ganz besonders für die Gruppe 50 plus. Mir ist schon klar, die Telekom-Werber haben sich an der direkten, punktgenauen Ansprache dieser Zielgruppe versucht und verhoben. Meine Empfehlung an die verantwortlichen Werbestrategen lautet ganz ohne Häme und von Herzen kommend: Üben, üben, üben!
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