„Wir sollen am Anfang der Konzeptpräsentation unsere Agentur vorstellen. Wie machen wir das?“
Gute Frage! Viele Agenturen und Freelancer haben Probleme mit ihrer Selbstdarstellung. Es fällt ihnen schwer und sie verkünsteln sich. Drei Kardinalfehler beobachte ich immer wieder:
Zu lang – Auf dem Materialstapel neben mir auf dem Schreibtisch liegt gerade eine Konzeptpräsentation, bei der 40% der Folien Eigenwerbung und Nabelschau sind. So nicht, Leute! Eine gute Selbstdarstellung als Einstieg überzeugt durch erfrischende Kürze. Maximal 2 Minuten, manchmal reichen schon 30 aussagekräftige Sekunden. Kurz gesagt: Auf den Punkt zu kommen ist besser als in die epische Breite zu gehen.
Zu voll – Gleich auf der ersten Folie der Selbstdarstellung stehen jede Menge Zahlen und Fakten: Gross Income, Unternehmensgröße, Mitarbeiterzahl, Kundenzahl, gewonnene Awards, Platzierung im Agenturranking und so weiter. Danach kommt dann der berüchtigte bunte Logoteppich aller betreuten Kunden. Mein Rat: Statt Masse aufzulisten, besser Klasse aufblitzen lassen.
Zu großspurig – Die Agentur sollte in ihrer Selbstdarstellung nicht vollmundig behaupten, sondern zeigen, dass „unser Team im Design Spitzenklasse ist“. Sie sollte sich nicht als „überragend kreativ“ titulieren, sondern einfach ein überragend kreatives Beispiel für sich selbst sprechen lassen. Sie sollte nicht verkünden, dass „ihre Berater Maßstäbe in der strategischen Konzeption setzen“, sondern im Anschluss an die Selbstdarstellung einfach ein herausragendes strategischen Konzept präsentieren. Nicht vollmundig proklamieren, sondern authentisch dokumentieren, heißt das Rezept.
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